Der Dirigent

Christoph Breidler - österreichischer Komponist und Dirigent (Gastdirigent Frühjahr 2019)

Geboren in 1986 Graz, erhielt Christoph Breidler im Alter von vier Jahren seine erste musikalische Ausbildung am Klavier. In Wien begann er mit 16 Jahren ein Klavierstudium. Nach dem Beginn des Studiums der Komposition bei Michael Jarrell an der Universität für Musik und darstellende Kunst erweiterte er sein Spektrum zunächst um Studien der elektroakustischen Komposition und des Orchesterdirigierens, später um Konzert- fach Cembalo. Seine Studien an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien schloss er 2012 als Magister artium ab. Am Shanghai Conservatory of Music vertiefte Breidler bei Zhu Shi-Rui sein Studium der Komposition mit dem Schwerpunkt auf chinesischer Musik. Er absolvierte zahlreiche Meisterkurse, unter anderem bei Karl-Heinz Stockhausen, Enno Poppe, Beat Furrer und Pierre-Laurent Aimard.

Für seine Kompositionen wurde Breidler mit dem Theodor-Körner-Preis zur Förderung von Wissenschaft und Kunst und dem Preis für junge Komponisten des Internationalen Musikfestivals Heidel- berger Frühling ausgezeichnet. Er ist Preisträger bei Ensemblia-Mönchenglad- bach und Salieri heute, Finalist bei TONALi, Alumnus der "Akademie Musiktheater heute" und war während seines Studiums in Wien Stipendiat der Stiftung Dr. Robert und Lina Thyll-Dürr.

Neben seinen Kompositionstätigkeiten ist er seit der Spielzeit 2014/15  an der Komischen Oper Berlin als Studienleiter mit Dirigieraufgaben engagiert. 2016 gab er hier mit Marius Felix Langes "Gespenst von Canterville" sein Debüt und dirigierte seitdem Vorstellungen mehrerer Produktionen. Im Jahr 2018 entstand die erste gemeinsame CD-Aufnahme mit den Duis- burger Philharmonikern. Er arbeitete mit zahlreichen bedeutenden Dirigenten und einigen der weltweit rennomiertesten Opernregisseuren wie Barrie Kosky, Andreas Homoki und Robert Carsen zusammen. Davor war er als Kapellmeister am Theater Aachen tätig. Als künstlerischer Leiter des von ihm gegründeten Solistenensemble Phidias entwickelte er neue Interpretationen zeitgenössischer Musik und des Barock. Mit Platypus, einem von ihm mitgegründeten Verein für neue Musik, gestaltete er mit großem Erfolg den "KomponistInnen-Marathon", ein Festival für junge zeitgenössische Musik. Sein Hauptinteresse gilt der zeitgenössischen Musik.

Er dirigierte Aufführungen u. a. mit dem Orchester der Komischen Oper Berlin, Sinfonieorchester Aachen, Duisburger Philharmonikern, Kyoto IMSFO, Ensemble Mosaik, Ensemblekollektiv Berlin und Ensemble Platypus. Seine Werke wurden von rennommierten Orchestern, Ensembles und Solisten aufgeführt, darunter dem Philharmonischen Orchester des Staatstheater Cottbus,  Sinfonietta92, Studio Musikfabrik, Dorothea von Albrecht, Ensemble Phidias und vielen weiteren.

www.christophbreidler.com

 

Raphael Haeger (ständiger Dirigent)

Raphael Haeger ist seit 2004 Mitglied der Berliner Philharmoniker (Schlagzeug), Pianist bei der Gruppe Bolero Berlin und leitet als Dirigent seit 2017 das Sinfonie Orchester Schöneberg

Mit vier Jahren begann Raphael Haeger mit Schlagzeug, allerdings musizierte er auch gerne auf anderen Instrumenten, vor allem auf dem Klavier. Es folgte ein Schlagzeugstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen. Ab 1994 war Raphael Haeger elf Jahre lang Schlagzeuger im Orchester des Nationaltheater Mannheim, wo Haeger vom Klavier aus auch die überaus populäre Konzertreihe „Jazz in der Oper“ leitete und Gäste wie Dave Brubeck, Paul Kuhn und Peter Herbolzheimer auf die Opernbühne einlud.

Die Aufnahme 2004 bei den Berliner Philharmonikern brachte den Wechsel nach Berlin. Hier schloss er 2012 ein Masterstudium im Fach Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin ab und leitete von 2011 bis 2015 als Dirigent das Leipziger Universitätsorchester mit regelmäßigen Konzerten im Leipziger Gewandhaus. Für Sir Simon Rattle übernahm Raphael Haeger seit 2013 die Vorproben für einige Projekte, darunter Benjamin Brittens „Noye’s Fludde“ mit den Berliner Philharmonikern und Berliner Jugendlichen, und das jährliche Berliner Schulorchestertreffen. Bei den Osterfestspielen der Berliner Philharmoniker 2015 in Baden Baden dirigierte Haeger die Begleitmusik von Richard Strauss zum Stummfilm „Der Rosenkavalier“ im Großen Festspielhaus und Schönbergs Pierrot Lunaire (Solistin: Laura Aikin) mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker sowie in 2016 im gleichen Rahmen das Ballett „Die Spielzeugschachtel“ von Claude Debussy in einer Bearbeitung für Kammerorchester.
Im Oktober dieses Jahres ist er beim Sinfonieorchester des Bundesstaates Paraná in Brasilien eingeladen, Ostern nächsten Jahres wird er die Kinderoper „Der Kleine und Othello“ bei den Osterfestspielen der Berliner Philharmoniker in Baden Baden leiten.
 

www.raphael-haeger.de